Wohngebiet am Erlenpark in Mainburg

Dienstag, 1. August 2006

Aktionsgemeinschaft Wohngebiet am Erlenpark gegründet

Unsere Lebensqualität und unser Eigentum im Wohngebiet „Am Erlenpark“ sind durch die von der Stadt Mainburg beabsichtigte Änderung des Bebauungsplanes für die Errichtung einer so genannten „Seniorenresidenz“ auf Fl.Nr.693/153 in konkreter Gefahr!

Die Hans-Bachner-Strasse wird als zusätzliche Besucherzufahrt umfunktioniert und die vorhandenen Stellplätze der Anlieger sind mit Sicherheit durch die viel zu geringe Stellplatzplanung für die zu erwartenden Besucher – mangels ausreichender Fläche –, ebenfalls zusätzlich frequentiert bzw. blockiert. Hinzu kommt der zu erwartende Besucherverkehr, sozusagen rund um die Uhr und vor allem auch an Wochenenden und nicht nur, wie beim geplanten Kindergarten, an den Werktagen nur für den An- und Abtransport der Kindergartenkinder. Das bedeutet nicht nur eine zusätzliche Lärmbelastung, sondern auch eine konkrete Gefährdung der Verkehrssicherheit durch das zu erwartende, wesentlich erhöhte Verkehrsaufkommen, für dessen Ausmaß das bestehende Straßennetz im Wohngebiet völlig unzureichend und ungeeignet ist.


Von den nach Süden ausgerichteten Balkonen der "Seniorenresidenz" blickt man auf das Betriebsgelände des unmittelbar daneben befindlichen Gewerbebetriebes der Fa. Heindl, die seit 40 Jahren Trocknungsanlagen für die Landwirtschaft fertigt und montiert. Nach Aussage der Betreiber und Inhaber würden die unvermeidbaren Geruchs- und Geräuschemissionen die Südbalkone für zukünftige Bewohner der geplanten Seniorenresidenz wegen Unzumutbarkeit praktisch unbenutzbar machen.

An die zukünftigen Bewohner der Seniorenresidenz denkt offensichtlich niemand - es besteht praktisch keine ausreichende Grünanlge für Spaziergänge und Freizeit im unmittelbaren Umgriff des wuchtigen Baukörpers. Rendite scheint hier eben die oberste Priorität zu sein!

Niemanden interessiert auch mehr die bereits vor 2 Jahren angeblich gutachtlich festgestellte Unbebaubarkeit der überwiegenden Grundstücksfläche, die übrigens auch nach jahrzehntelanger Erfahrung der Anlieger besonders grund- und auch hochwassergefährdet ist.

Die ausgelegten Planunterlagen sprechen insoweit gegen sich selbst, da die vorgesehene Planung nicht nur das städtebauliche Bild und den Gesamtcharakter unseres Wohngebietes geradezu unerträglich sprengt, sondern insbesondere die unmittelbaren Grundstücksnachbarn im Norden regelrecht einmauert und den Bewohnern Licht, Luft und Privatsphäre raubt.

Nicht zuletzt ist erschließungsrechtlich davon auszugehen, das es sich nach den bestehenden Bebauungsplanfestsetzungen von 1992 bei den geplanten Vorhaben auf Fl.Nr.693/153 –Kindergarten / Grünanlage mit Bolzplatz und Biotop – um so genannte Erschließungsanlagen für das Allgemeine Wohngebiet „Am Erlenpark“ handelt, wofür die Grundstückseigentümer über entsprechende Erschließungsbeiträge finanziell herangezogen wurden. Nun will die Stadt Mainburg offensichtlich ein zweites Mal kassieren, in dem das gleiche Grundstück, für das die Anlieger bereits Erschließungsbeiträge bezahlt haben, jetzt an einen Privatinvestor als Baugrundstück verkauft werden soll.

Geplante Bebauungsplanänderung 2006:
Mit einem völlig überzogenen Bauumfang von 6.465 m2 Geschoßfläche!!, soll ein massiver, 3-4 geschossiger Baukörper, mit unglaublichen 89 Wohneinheiten! entstehen, wo bis heute, neben einem bestehenden, einmaligen Biotop und einem vorgesehenen Bolzplatz, ein normales, baulich untergeordnetes, Kindergartengebäude mit einer Grundfläche von 11x20m geplant war.

Wir wollen die Zukunft unseres Wohngebietes nicht in die Hände und das Vermarktungsgeschick einer anonymen Investment AG legen.

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